„Wer hört mich, wenn ich schweige?“
Als Schriftsteller und kritischer Beobachter der DDR geriet Jürgen Fuchs früh ins Visier der Staatssicherheit. Überwachung, gezielte Verunsicherung und Destabilisierung seines Umfeldes gehörten zu seinem Alltag. Auch nach Fuchs` Verhaftung und Ausbürgerung 1977 setzte sich die Verfolgung in West-Berlin fort.
Doch was den Schriftsteller zum Schweigen bringen sollte, beförderte sein künstlerisches Wirken: das konkret Erlebte machte er zum Gegenstand seiner Gedichte und Prosatexte. Und so erzählt seine Literatur, allen Widerständen zum Trotz, von einem Leben in der DDR und von dessen Zersetzung durch „leisen Terror“.
Das dokumentarische Theaterstück verbindet historische Unterlagen mit literarischen Texten und Erinnerungen des Schriftstellers, setzt seine Biografie in eindrücklichen Bildern und schnellen Wechseln zusammen und zeigt Jürgen Fuchs im Ganzen –
als Familienvater, Künstler und politischen Menschen.