Lesung: „Miriams Tagebuch“
Die Geschichte der Erfurter Familie Feiner
Erarbeitung Katrin Heinke
SpielerInnen
Tjaade Kriegelstein, Merit Roos, Marlene Meyer, Tove Lemke, Julina Rödiger
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Donnerstag | 03.04.2025 | 19:00 Uhr
Erfurt | Kleine Synagoge |

Was bedeutete die Verfolgung im Nationalsozialismus für jüdische Jugendliche? Das Tagebuch, das Schülerin Marion Feiner 1935 an ihrem 14. Geburtstag in Erfurt begann, ist ein außergewöhnliches Zeugnis der Entrechtung und Selbstbehauptung, exemplarisch für die Geschichte vieler Jüdinnen und Juden. Marion und ihre Schwester konnten 1938 nur durch ihre Auswanderung nach Palästina, wo sie sich Miriam nannte, ihr Leben retten. Beide Eltern wurden deportiert und von den Nationalsozialisten im Ghetto Lemberg ermordet.
Schauspielerinnen des Theaters die Schotte, selbst so alt wie Marion Feiner damals, tragen in einer szenischen Lesung Auszüge aus diesem Tagebuch vor. Es begleitete seine Schreiberin beim Erwachsenwerden in einer Zeit, die geprägt war von Alltagsantisemitismus, dem Berufsverbot des Vaters und dem Verlust der Eltern. Marion vertraute ihrem Tagebuch an, wie ihr jüdischer Freundeskreis, ihre zionistische Jugendgruppe und ihre Freude an Sport und Kultur ihr halfen, sich zu behaupten und sich vor der Verfolgung zu retten.

Eintritt: frei

Bisherige Auftritte:
3. und 5. Mai 2023 zur Langen Nacht der Museen
29. September 2023
19. Oktober 2023
8. Mai 2024 im Hof des Naturkundemuseums zur Langen Nacht der Museen
1. April 2025 Jonasthal e.V.
3. April 2025 Kleine Synagoge im Rahmen der Jüdisch- Israelischen Kulturtage

Premiere am: 03.05.2023